Tageblatt: Lokalnachrichten aus der Stadt Stade (20.09.2018)


 


Camper Höhe: Schulanbau nimmt Form an

Von Lars Strüning


STADE. Über dem Erweiterungsbau der Realschule Camper Höhe weht der Richtkranz. Am Donnerstag wurde Richtfest gefeiert mit Schülern, Eltern, Lehrern, Handwerkern und Mitarbeitern der Stadt als Vertretern des Bauherren.

Über dem Erweiterungsbau der Realschule Camper Höhe weht der Richtkranz. Am gestrigen Donnerstag wurde Richtfest gefeiert mit Schülern, Eltern, Lehrern, Handwerkern und Mitarbeitern der Stadt als Vertretern des Bauherren.

Die Vorfreude ist Schulleiter Volker von Loh deutlich anzumerken. Zum Schuljahr 2019/2020, also in knapp einem Jahr, können die Schüler den Neubau bevölkern. Sie ziehen vom C-Trakt nach nebenan. Der alte Teil kann dann saniert werden, nachdem schon Trakt A und B modernisiert wurden – unter erheblichem Aufwand. Von Loh sprach das deutlich an.

Es gebe Jahrgänge, die ihre Schule nur als Baustelle kennen. Seit zehn Jahren gehen hier die Handwerker ein und aus. Lärm, Dreck und Provisorien kennzeichnen den Alltag. Starke Nerven für alle Beteiligten sind gefragt. Von Loh sprach von einer Zumutung, von Unmut und einer Mammutaufgabe.

Die Stadt brauche Schulraum, weil sie wachse, sagte der Schulleiter, der auch im Rat sitzt. Die Realschule sei nach wie vor sehr gefragt. Die auf der Camper Höhe ist die letzte ihrer Art im Stadtgebiet und eine der letzten im Landkreis. Mit 800 Schülern gehöre sie zu den größten in Niedersachsen.

Klassenzimmer 70 Quadratmeter groß

Wenn der Anbau bezogen wird, ist viel Platz in den extra breiten Fluren für differenzierten Unterricht, für die Arbeit in Kleingruppen. Die Klassenzimmer sind 70 Quadratmeter groß. Wenn dann noch Mensa, C-Trakt und Schulhof picobello sind, sollte die Mammutaufgabe geschafft sein. Von Loh nach seinen Erfahrungen der vergangenen Jahre: „Ich werde mich hüten, dafür heute eine konkrete Jahreszahl zu nennen.“

Bürgermeisterin Silvia Nieber kennt das Dilemma der Schule und erinnerte an die vielen unangenehmen Überraschungen während der Sanierungsphase im laufenden Betrieb. Auf zwei Ebenen werden jetzt knapp 1700 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen für die zwölf zusätzlichen Unterrichtsräume. Ein Aufzug wird gebaut, auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert. Der Sonnenschutz zur Südseite wird mit farbigen Schiebeläden gewährleistet, auch nach außen wird die neue Schule dann ganz anders wirken. Der Neubau wird über eine Brücke mit dem alten Gebäude verbunden – auf schrägen Betonstützen und mit gläserner Fassade.